
Gottfried Honegger
Karl-Heinz Ströhle u.a.
Kunstbrotzeit
Kunstbrotzeit

Performance und Video-
projektion im Öltank
Dialog Dr. Ingrid Adamer und Karl-Heinz Ströhle
in der Otten Gravour
9.9.2006
Otten Gravour & Öltank
Schwefelbadstr. 2 | Hohenems
Performance und Videoprojektion
von Karl-Heinz Ströhle | www.khstroehle.com
mit Tom Hanslmaier
Musik von :|: a-d-a-p-t-e-r live | www.a-d-a-p-t-e-r.net
Philipp Lammer, Clemens Torggler, Bernard Zösmayr
Im Vorjahr stellte der Schweizer Künstler Gottfried Honegger eine Skulptur vor, die nun
den öffentlichen Raum von Hohenems mitgestaltet. "KunstBrotZeit"-Initiator und
Wirtschaftsstadtrat Wilhelm Otten freute sich, mit Karl-Heinz Ströhle nun einen weiteren
renommierten Künstler im Rahmen der von Christian Küng und popup mitorganisierten Reihe zu
präsentieren. Ziel der in loser Folge stattfindenden Veranstaltungen ist es, "allen an
Kunst Interessierten die Möglichkeit geben, die Persönlichkeit eines Künstlers zu erleben,
mit ihm in Dialog zu treten", so Wilhelm Otten.
Während der Saal der Otten Gravour Raum für ein von Ingrid Adamer geführtes Podiumsgespräch
mit Karl-Heinz Ströhle und einen abschließenden gemeinsamen Imbiss von MO Catering bot,
wurde zunächst in den ehemaligen Öltank auf dem Vorplatz eingeladen. Ein aus Federstahlbändern
bestehender, segmentierter Kubus aus Ströhles Werkserie "Wireframe" bildete den Mittelpunkt
des Raumes. Gleichzeitig diente das Objekt selbst auch als Begrenzungs- und Interaktionsraum
für eine Performance Thomas Hanslmaiers. Zu den elektronischen Live-Klängen von "a-d-a-p-t-e-r"
wand sich der Tänzer durch das enge Stahlgeflecht. In einer abschließenden Videoprojektion
wurde das Gefängnis des den Körper beschränkenden "Wireframe" vielfach multipliziert und das
intensive Erleben der Performance auf engem Raum noch verstärkt.
Kunst im einzigartigen Ambiente
Dass ein ehemaliger Fabrikstank auch als Raum für Kunst fungieren kann, wurde an diesem Abend
eindrücklich unter Beweis gestellt: Karl-Heinz Ströhle zeigte sich vom Ambiente des Öltanks
begeistert, welcher den idealen Rahmen für seine Verbindung von Performance, Tanz, Objekt- und
Videokunst bot. Trotz seines in den letzten Jahren zunehmend multimedialen Arbeitsfeldes sind
Ströhles Markenzeichen - die Arbeit mit Linien, die Reduktion und ein sehr unmittelbarer,
emotionaler Zugang - auch hier evident.
Der Dialog mit den Menschen ist dem 1957 in Bregenz geborenen Künstler, der auch eine Professur
für Multimedia-Kunst innehat, wichtig. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum - so ist Ströhle an
der Innen- und Außengestaltung des neuen Zusatzbaus am Dornbirner Spital beteiligt - sollen auch
außerhalb des Kunstdiskurses Stehende ansprechen. Gespräche wie an diesem Abend bieten ihm
Impulse und Inspirationen für weitere Arbeiten.
Unter den Besuchern der 2. KunstBrotZeit waren unter anderem der Landeskulturbeauftragte Werner
Grabher, der Hohenemser Bürgermeister Richard Amann und Kulturstadtrat Günter Linder, die
GaleristInnen Johannes Boch sowie Kurt und Grete Prantl, die KünstlerInnen Mariella Scherling-Elia
und Christian Peintner, der Leiter des Jüdischen Museums Hohenems Hanno Loewy, der künstlerische
Leiter des Kammerorchesters Arpeggione Irakli Gogibedaschwili, Kulturkreis-Präsident Norbert
Häfele, Kulturmanagerin Eva Häfele, Martin Hölblinger vom Hohenemser Kulturamt und
"Gravour"-Architekt Arno Bereiter.









