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19.9.2005
Gottfried Honegger
 
9.9.2006
Karl-Heinz Ströhle u.a.
 
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Performance und Video-
projektion im Öltank

Dialog Dr. Ingrid Adamer und Karl-Heinz Ströhle in der Otten Gravour

9.9.2006
Otten Gravour & Öltank Schwefelbadstr. 2 | Hohenems

Performance und Videoprojektion
von Karl-Heinz Ströhle | www.khstroehle.com
mit Tom Hanslmaier

Musik von :|: a-d-a-p-t-e-r live | www.a-d-a-p-t-e-r.net
Philipp Lammer, Clemens Torggler, Bernard Zösmayr

Im Vorjahr stellte der Schweizer Künstler Gottfried Honegger eine Skulptur vor, die nun den öffentlichen Raum von Hohenems mitgestaltet. "KunstBrotZeit"-Initiator und Wirtschaftsstadtrat Wilhelm Otten freute sich, mit Karl-Heinz Ströhle nun einen weiteren renommierten Künstler im Rahmen der von Christian Küng und popup mitorganisierten Reihe zu präsentieren. Ziel der in loser Folge stattfindenden Veranstaltungen ist es, "allen an Kunst Interessierten die Möglichkeit geben, die Persönlichkeit eines Künstlers zu erleben, mit ihm in Dialog zu treten", so Wilhelm Otten.

Während der Saal der Otten Gravour Raum für ein von Ingrid Adamer geführtes Podiumsgespräch mit Karl-Heinz Ströhle und einen abschließenden gemeinsamen Imbiss von MO Catering bot, wurde zunächst in den ehemaligen Öltank auf dem Vorplatz eingeladen. Ein aus Federstahlbändern bestehender, segmentierter Kubus aus Ströhles Werkserie "Wireframe" bildete den Mittelpunkt des Raumes. Gleichzeitig diente das Objekt selbst auch als Begrenzungs- und Interaktionsraum für eine Performance Thomas Hanslmaiers. Zu den elektronischen Live-Klängen von "a-d-a-p-t-e-r" wand sich der Tänzer durch das enge Stahlgeflecht. In einer abschließenden Videoprojektion wurde das Gefängnis des den Körper beschränkenden "Wireframe" vielfach multipliziert und das intensive Erleben der Performance auf engem Raum noch verstärkt.

Kunst im einzigartigen Ambiente

Dass ein ehemaliger Fabrikstank auch als Raum für Kunst fungieren kann, wurde an diesem Abend eindrücklich unter Beweis gestellt: Karl-Heinz Ströhle zeigte sich vom Ambiente des Öltanks begeistert, welcher den idealen Rahmen für seine Verbindung von Performance, Tanz, Objekt- und Videokunst bot. Trotz seines in den letzten Jahren zunehmend multimedialen Arbeitsfeldes sind Ströhles Markenzeichen - die Arbeit mit Linien, die Reduktion und ein sehr unmittelbarer, emotionaler Zugang - auch hier evident.

Der Dialog mit den Menschen ist dem 1957 in Bregenz geborenen Künstler, der auch eine Professur für Multimedia-Kunst innehat, wichtig. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum - so ist Ströhle an der Innen- und Außengestaltung des neuen Zusatzbaus am Dornbirner Spital beteiligt - sollen auch außerhalb des Kunstdiskurses Stehende ansprechen. Gespräche wie an diesem Abend bieten ihm Impulse und Inspirationen für weitere Arbeiten.

Unter den Besuchern der 2. KunstBrotZeit waren unter anderem der Landeskulturbeauftragte Werner Grabher, der Hohenemser Bürgermeister Richard Amann und Kulturstadtrat Günter Linder, die GaleristInnen Johannes Boch sowie Kurt und Grete Prantl, die KünstlerInnen Mariella Scherling-Elia und Christian Peintner, der Leiter des Jüdischen Museums Hohenems Hanno Loewy, der künstlerische Leiter des Kammerorchesters Arpeggione Irakli Gogibedaschwili, Kulturkreis-Präsident Norbert Häfele, Kulturmanagerin Eva Häfele, Martin Hölblinger vom Hohenemser Kulturamt und "Gravour"-Architekt Arno Bereiter.

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